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(edu-)Trainer goes Web 2.0 Teil 1

Fr, Jan 15, 2010

Best Practice

Das Thema Web 2.0 ist ein sehr umfangreiches Thema und kann in unterschiedlichen Zusammenhängen besprochen, aus unterschiedlichsten Perspektiven betrachtet werden. Das die Möglichkeiten der Web 2.0 Werkzeuge für die edutrainment company GmbH interessant sein könnten war sehr schnell klar, die Entscheidung die Tools für das Unternehmen konsequent zu nutzen trafen wir bereits Mitte 2008.

Web 2.0- Werkzeuge sind für unser Unternehmen in den unterschiedlichsten Bereichen von Interesse und kommen beispielsweise wie folgt zum Einsatz: (Internet) -Marketing (Twitter, Blogs als Landingpages,Darstellung von Unternehmensbereichen bzw. als Knowledge Blogs), Web 2.0 in Lernumgebungen (Personal Learning Environments), Web 2.0 als Werkzeug für die individuelle Informationsbeschaffung (Selbstorganisation), Web 2.0 Werkzeuge für das interne Wissensmanagement (Wikis) und zu guter letzt die bekannten Businessnetworks sowie nicht zu vergessen Twitter.

Das Grundverständnis:

Zu Beginn steht erst einmal das Grundverständnis: Was bedeutet Web 2.0 eigentlich?. Weg von isolierten Content-Inseln – offene Lern- und Informationsumgebungen. Nicht mehr einige wenige im Netz produzieren Content, nein – es sind Millionen die sich mittlerweile mit den eigenen Blogs bei Facebook, XING oder ähnliche bekannte Netzwerken entsprechend beteiligen.

Wie profitieren wir davon?

Doch wenn das schon so viele machen, wie können wir als edutrainment company GmbH davon profitieren, wie werden wir ein Teil des Web 2.0 Booms? Wie erkennen wir den Nutzen dieser Werkzeuge – und zu guter letzt; Wie überzeuge ich meine Kollegen davon, die Werkzeuge zu nutzen und im Sinne des Unternehmens und der Web 2.0- Philosphie einzusetzen?

Wir bei der edutrainment company sind einen “sanften” Weg gegangen. Gemeint ist, das wir als recht kleines Unternehmen stark auf das Thema “Akzeptanz” setzen müssen. Der verordnete Einsatz von Web 2.0- werkzeugen scheint aber unabhängig von der Unternehmensgröße so oder so schwer vorstellbar.

Begonnen haben wir damit Blogs für diverse Bereiche des Unternehmens aufzubauen. Für die jeweiligen Blogs haben wir dann einen (oder mehrere) redaktionellen Verantwortlichen definiert die dann Beiträge in regelmäßigen Abständen einstellen sollten. Zu Beginn hat man schon gespürt, die Kollegen waren nicht so recht überzeugt davon – WIE das ganze funktionieren soll. Fragen wie: Wer liest das dann, für wen schreibe ich? Wie können wir den Aufwand so gering wie möglich halten? Wieviel Zeit muss ich investieren? Welchen Ansprüchen müssen die Beiträge genügen? – bestimmten die Anfangszeit.

Als Anbieter von Kommunikationstrainings und Soft Skill-Trainings im Allgemeinen war es mir besonders wichtig unsere Trainer anzusprechen. Sie waren und sind wichtige Multiplikatoren in und für unser Unternehmen.

Der Trainerblog

Die Einarbeitung in das Handling und der Administration mit den Redaktionstools (WordPress) war für die meisten Trainer tatsächlich keine große Hürde. Und so war es dann auch nicht weiter überraschend das gerade die Trainerkollegen auf Ihrem Trainerblog mehr und mehr Beiträge eingestellt haben, zunächst noch unregelmäßig aber doch hin und wieder.

Mit folgender Argumentation habe wr es geschafft unsere Trainer für das Blogging zu gewinnen – oder anders – auf der Suche nach dem “tieferen Sinn” scheint diese Beschreibung zur Vorgehensweise geholfen zu haben:

Der Trainer nutzt den Blog wie eine Art Tagebuch. Seine Erlebnisse, Themen die man selber spannend findet, die einen selbst interessieren auf dem Blog zu publizieren. Vielleicht auch spannendes mit anderen Trainern teilen zu können, oder andere Trainer für die Inhalte und Konzepte der edutrainment company zu begeistern hat den Nerv unserer Trainer getroffen.

Das ist doch banal, werden Sie sagen das ist eben Web 2.0. – Ja – und – Nein – die Erkenntnis, daß man ein Blog konsequent aus der eigenen Perspektive schreiben kann und sollte, führte erst zum eigentlichen Durchbruch. Sinngemäss:”Achso ich als Trainer schreibe gar nicht so sehr für JEMANDEN sondern reflektiere eher für MICH – also tatsächlich ein Tagebuch”. Genau. Auch die Erkenntnis das nicht jeder sofort mit großer Begeisterung auf den Zug Web 2.0 aufspringt und nicht sofort jeder den Drang zum mitmachen verspürt macht deutlich das die Umsetzung nicht an einer entsprechenden Aufklärung vorbeiführt.

Qualität wichtiger als Quantität?
Ein von mir sehr geschätzter Kollege hat aber dann sehr schnell einige wichtige und erfolgskritische Kriterien benannt. So ist ihm aufgefallen das einige Beiträge noch Rechtschreibfehler enthielten oder einige Beiträge doch als kalter Kaffee bezeichnet werden könnten.
Es ist einfach Tatsache das nicht nur die positiven Dinge mehr Menschen erreicht, sondern eben auch die kleinen Fehler, Unzulänglichkeiten etc. Also das geschriebene Wort eine ganz andere Wirkung hat. Dessen muss man sich bewusst sein, vor allem wenn man als Unternehmen den Anspruch hat mit den eigenen Inhalte höchsten Ansprüchen zu genügen.

….Ende Teil 1….

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