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Nachbetrachtung zur CeBit Forum Learning & Knowledge Solutions

Am Donnerstag den 05. März war es soweit, ich hatte die Möglichkeit auf der diesjährigen CeBit das Forum Learning & Knowldedge Solutions zu besuchen. Es ist für mich seit langer Zeit wieder das erste mal das ich eine Messe unter dem Aspekt eLearning, Web 2.0 etc. besucht habe. Die Learntec hatte vor Jahren, für mich an Attraktivität verloren, da mir dort der Fokus zu “technologielastig” erschien. Die 100ste Lernplattform, das xte Autorentool usw. Von der CeBit hatte ich bisher viel positves gehört und war gespannt inwieweit man sich von der Learntec oder aber auch der Zukunft Personal abgrenzen kann.

Dort angekommen, war ich doch schwer beeindruckt von den riesigen Hallen und den Dimensionen. Um danach festzustellen das in Halle 6 das Forum Learning & Knowledge Solutions ca. 1/4 einer Halle belegte und so doch recht überschaubar war.

Die eLearning-Szene ist letztlich nicht wirklich groß und so traf man natürlich alte Bekannte, so hab ich mich gefreut Hr. Uhl von der M.I.T zu treffen der mit Hr. Bender auch einen Referenten im Gepäck hatte und zum Thema “Serious Games – Buzzword oder Innvoation” einen Vortrag halten sollte.

Serious Games – Buzzword oder Innvoation

Ich beginne gleich mit dem Fazit da der Vortrag aus meiner Sicht inhaltlich überzeugt hat, es aber wenig Überraschungen bereit hielt. Die M.I.T hat für die neue Lernplattform für Schüler “SCOYO” diverse Lernspiele enwickelt. Dabei hat Dr. Bender darauf aufmerksam gemacht, das Menschen immer dann gut lernen, wenn es auf der einen Seite spielerische (emotionale) Aspekte eine Rolle spielen, die Handlungen in eine spannende Geschichte eingebunden sind und der problemlösende Aspekte beinhaltet.
Das was die M.I.T dort realisiert hat war durchaus beeindruckend, aber letztlich hat mir ein bisschen gefehlt welche Ziele erreicht werden sollten und ob man diese gedenkt mit den oben genannten Mitteln auch zu erreichen und letztlich auch die Erfolgsfaktoren sind innerhalb eines solchen Projekts. Insgesamt ein etwas trockener Vortrag für ein so spannendes Thema.

Nach diesem Vortrag bin ich ein wenig an den Ständen entlang geschländert und es wurde deutlich, das das Themen “Serious Games” oder “Game Based”  gerade in aller Munde ist. Ja man kann sogar ein wenig von “Hype” sprechen. Aber was wäre das alles ohne das Thema Web 2.0? Undenkbar. Deshalb schnell zum zweiten Vortrag.

Von der Web-2.0-Theorie in die Unternehmenspraxis

Ein weiterer Vortrag kam von Festo Didactic GmbH & Co. Was mir besonders bei diesem Vortrag gefallen hat, war die Tatsache das ich das Gefühl hatte das man hier tatsächlich das Thema Web 2.0 im Unternehmenskontext umgesetzt hat. Den Veränderungsprozess zu einer unternehmensweiten “Lern- und Wissenskultur” durchlaufen hat. Dabei wurden zunächst kleinere Arbeitsgruppen miteinander vernetzt. Dabei hat man die Arbeitsgruppen im Unternehmen an Schlüsselfunktionen/Positionen etabliert. Diese sind dann zunächst mit Wikis oder Blogs gestartet. Wichtig war die Tatsache das die Gruppen einen hohen Spielraum hatten bei dem Sie selbstverantwortlich Ihre Wissensnetzwerke aufbauen konnten damit einher ging ein großes Maß an Vertrauen. Außerdem wurden den Gruppen nur wenige Vorgaben gemacht. Mittlerweile bilden sich neue Gruppen völlig selbstständig. Entwickelt hat sich also auf der Überzeugung, dass im Mittelpunkt die “Bedürfnisse des Einzelnen” im Vordergrund stehen und das das Verständnis dafür Grundlage ist, die Menschen mitzunehmen. Dabe sind folgende Stichwörter genannt worden: Visibility, Vernetzung, Strategie, Transparenz, Quick Wins, Perönliche Interessen, Selbstverantwortung. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist, daß ein Coach rund um die Uhr als Ansprechpartner zur Verfpügung steht.

Fazit: Dieses Thema wurde sehr gut vorgetragen (Was heutzutage nicht selbstverständlich ist) und Festo Didactic hat es geschafft mit dem Thema Enterprise 2.0 wirklich eine führende Position am Markt einzunehmen. Hält man sich vor Augen das Festo es geschafft hat, 70% der Belegschaft zu integrieren.

Nach diesem durchaus spannenden Beitrag hatte ich die Gelegenheit einer Podiumsdiskussion zu lauschen. Das Thema:

Die Zukunft des eLearning: Was funktioniert, was nicht – und warum?

Beteiligt an der Diskussion war neben Dr. Jochen Robes, Dr. Dietmar Albrecht von Volkswagen Coaching GmbH, Dr. Ulrich Schmid vom Thieme Verlag und Patrick Mijnals von der Zukunftsinstitut GmbH.

Grundsätzlich sollte es darum gehen, eine Bestandsaufnahmen zu machen bei der die Beteiligten über die Gegenwart und Zukunft von eLearning kontrovers diskutieren sollten. In der Diskussion gab es meiner Sicht zwei spannende Punkte. Zum einen was hat spielerisch Lernen mit “spielen” zu tun – angelehnt an das Thema Serious Games bzw. Game Based Learning. Der zweite Punkt beschäftigte sich mit dem Thema informelles Lernen.

Ganz kurz meine Beobachtungen dazu: Was das Thema Serious Games anbelangt bin ich auch niemand der jeden Trend sofort aufgreift, sondern auch erstmal sondiert. Bei diesem Thema sind die Erkenntnisse der Gehirnforschung über das Lernverhalten der Menschen aber schon so lange bekannt das ich nicht verstehen konnte wie plötzlich das Thema lautete “Spielen ala Firstperson Shooter vs. spielerisch lernen kann den Menschen beim lernen motivieren”.
Das eine hat mit dem anderen nur soviel zu tun, dass es darum geht den Spieler/Lernenden in seiner intrinsischen Motiviation zu stärken. Das funktioniert nun mal sehr gut über Emotionen. DAS positive Emotionen den Menschen beim Lernen unterstützt und Lerninhalte besser verarbeiten lässt, ja sogar besser behalten lässt steht gar nicht zur Diskussion sondern ist Fakt. Da möchte ich gerne auf meinen Artikel zum Thema Accelerated Learning verweisen.
Grundsätzlich kann man Business Simulationen so aufbauen, das der “Lernende” in einer “Story” eingebunden ist, bei dem er spielerisch seine Handlungskompetenz ausbauen kann. Dabei Situationen erlebt bei dem er Inhalte lernt aber genügend Distanz zur eigenen Situation hat.
Das kann und ist im höchsten Maß seriös und hat nichts mit irgendwelchen Computerspielen zu tun.

Was das Thema “informelles Lernen” anbelangt ist deutlich geworden, dass das in Großunternehmen immer noch schwierig zu handlen ist, weil man dort nicht in der Lage ist bestimmte Prozesse in der Personalentwicklung aus der Hand zu geben. Eigenverantwortung im Lernprozess, ein hohes Maß an vertrauen in die Mitarbeiter, wenig Vorgaben was den Wissens- und Informationsaustausch der Mitarbeiter untereinander angeht. Das alles wären Möglichkeiten um die informellen Lernprozesse im Unternehmen für das Unternehmen nutzbar zu machen. Wie man das messen kann, ist ein weiteres spannendes Thema, aber dieses Faß möchte ich an der Stelle nicht auf machen. Freue mich aber natürlich auf spannende Kommentare dazu.

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One Response to “Nachbetrachtung zur CeBit Forum Learning & Knowledge Solutions”

  1. Norman Grüning says:

    Vielen Dank Herr Schaaf. Ich habe jetzt nach dem Lesen das Gefühl, mit Ihnen die diversenen Stationen auf der Cebit besucht zu haben. Danke für den Rundgang und Ihre Eindrücke :)

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