Von Sexy E-Learning und virtuellem Lernen³ – Ein Monolog Teil 1
Vor einiger Zeit auf der Zugfahrt zu Nextpractice|Kubikfoto in Bremen, habe ich mir so einige Gedanken gemacht – wie das nun aussehen könnte mit den virtuellen Lernräumen der Zukunft. Wir beschäftigten uns gerade mit der Frage, ob Second Life unsere Anforderungen an eine “Sexy Lernumgebung” bzw. “Sexy E-Learning” erfüllen kann und wie eine solche Lösung aussehen könnte? Im Gegensatz dazu denke ich an “digitale Hochregallager” Lernmanagementsysteme der Generation 1.0. Gleichzeitig sprechen die Erkenntnisse von Game Based Learning, die neuen Web 2.0 Lernumgebungen und die des gehringerechten Lernens eine Sprache. Der Mensch reagiert motiviert auf Wissens- und Lernumgebungen die sich spielerisch, neugierig, praxisrelevant mit Belohnungssystemen entdecken lassen. Dann fällt mir wieder Albrecht ein – der mich immer wieder zwingt meine Inhalte sprachlich so anzupassen das es “Jeder” versteht, ja er meint sogar “Knapp über Bildzeitungsniveau….” – ich schaue wieder in mein Laptop und schreibe weiter….
Das Zeitalter der Kurzzeitgedächtnisse ?
Die Lernmuster aus Schule, Bildung und Weiterbildung, wo Fehler bestraft werden, wo Druck erzeugt wird, wo „Abschreiben“ bestraft wird, anstatt das gemeinsame konstruktive Lernen zu fördern, hinterlässt seine Spuren, gehört aber scheinbar immer noch zum täglichen Schulalltag in Deutschland?
Das Zeitalter der Kurzzeitgedächtnisse? Unter Stress lernen, auswendig lernen, Druckbetankung heisst im Endeffekt weniger Lernen, weniger offen – „Neues“ zu Lernen. Und wer eine edutrainment Ausbildung besucht hat, dem fällt sofort der Hippocampus ein, der Wächter des Langzeitgedächtnis.
Positive Emotionen bezogen auf das Indivduum oder „Sinnstiftung“ im weiteren Sinne (Unternehmensvision-/strategie, Veränderungsmanagment) sind Auslöser die Menschen für die Informationsaufnahme “öffnen”. Das Gegenteil: Den Lernenden in eine Angstsituation durch Prüfungsstress zu führen bzw. in eine „geschlossene“ Lernsituation ist eine Sackgasse. Es gilt die Neugier zu wecken, den Selbstlernprozess zu fördern. Im Ergebnis steht ein motivierter, lernoffener Mitarbeiter/Mensch, der auch für Veränderungen im größeren Maßstab, weniger blockiert – anstatt neugierig reflektiert. Klingt doch recht plausibel….
E-Learning soll Spaß machen
Die Erfahrungen mit dem Einsatz neuer Medien im Lernkontext sind im Verhältnis noch nicht sehr ausgeprägt und doch sind die Erkenntnisse eindeutig. Online Lernen, virtuelles Lernen, richtig eingesetzt, spielen ihre Vorteile aus. Simulationen, Planspiele. Situationen simulieren können, reflektieren können, multimedial aufgearbeitet mit Video, Ton und Animationen. Unterschiedliche Lerntypen können angesprochen werden. Die drei KKKs kommen ins Spiel. Kooperation, Kollaboration und Kommunikation.
Das alles ist auch Online-Lernen. Wenn bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sind, können virtuelle Lernumgebungen effektiv den Lernprozess sowie die Wissenskonstruktion unterstützen. Soweit zur Theorie, aber das soll Spaß machen?
Bei der Begeisterung über die technischen Möglichkeiten und theorethischen Erkenntnisse bei der Umsetzung unterschiedlicher Lerntheorien, darf nicht die Motivation des Einzelnen aus dem Fokus verloren gehen. Ohne die intrinsische Motiviation kann kein e-Learning, kein Training, kein Workshop, kein Meeting erfolgreich ablaufen. (Siehe Hinweis auf positive Emotionen und Sinnstiftung)
Tags: E-Learning, Kurzzeitgedächtnis, Lernen, Spaß, virtuelle Lernumgebungen



Mi, Feb 4, 2009
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