Interview mit Prof. Dr. Sabine Seufer, Leiterin Swiss Centre for Innovations an der Universität St.Gallen
In der aktuellen Wirtschaft & Weiterbildung sind wieder eine ganze Menge interassenter Berichte zu lesen, unter anderem ein Interview mit Prof. Dr. Sabine Seufert die sich auch zum Thema Web 2.0 in Zusammenhang mit E-Learning äußert. Frau Dr. Sabine Seufert gibt an, das Wikis, Blogs, Podcasts neue didaktische Potenziale in sich bergen. Dabei hebt Sie hervor das diese Tools das eigenverantwortliche, selbst gesteuerte Lernen unterstützen.
Dabei erwähnt Sie die Einsatzzwecke von Blogs als Transferjournale, Wikis als Moderation von Transfernetzwerken, Podcastst für die Vor- und Nachbereitung von Trainings und zu guter letzt, die Anmerkung das Web 2.0 auch als kulturelle Veränderung verstanden werden kann bei der sogar eine neue Führungskultur gefördert wird.
Die Kombination von Web 2.0 und E-Learning (E-Learning 2.0) gewinnt zunehmend an Bedeutung. Grundsätzlich würde ich diesem Statement zustinmmen, doch welche Vorraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Unternehmen solche Tools in Betracht ziehen und wo muss kann man ansetzen damit Unternehmen solche Entwicklungen überhaupt in betracht ziehen.
Hilfreich für die Akzeptanz von E-Learning 2.0 Werkzeugen ist, das die Unternehmen sich als lernende Organisation verstehen oder sich in diese Richtung entwickeln/verändern wollen. Das als alleinige Vorraussetzung zu benennen wäre jedoch falsch.
Neben den aktuellen Megatrends, Gloabalisierung, Demographier Wandel und Bildung sehe ich vorallem die konkreten Veränderungen am Arbeitsmarkt. So ist die Fluktuation vielerorts, gerade bei Führungskräften zu hoch, der Fachkräftemangel im Allgmeinen ein Problem. Außerdem die Erkenntnis, dass die Unternehmen im Wettbewerb vorne liegen, die es schaffen nicht nur die Mitarbeiter sondern auch das Wissen dieser langfristig im Unternehmen zu halten, geben die Marschroute vor.
Die oben genannten E-Learning 2.0 Werkzeuge können dabei im Unternehmen ein Teil einer Wissensmanagementstrategie werden, bei der es darum geht, den Mitarbeiter zu einem “Wissensarbeiter” werden zu lassen, wo die Möglichkeit besteht, das Wissen des Einzelnen mit denen anderer zu Verknüpfen. Lern- und Wissensprozesse werden transparent und werden verzahnt. Am Ende steht eine gezielten Förderung der jungen Mitarbeiter und Kompetenzentwicklung von Nachwuchs-Führungskräften.
Die entsprechenden E-Learning 2.0 oder Web 2.0 Werkzeuge zur Unterstützung in entsprechenden Lernarrangements, können einen wertvollen Beitrag leisten, gerade weil Sie den Mitarbeiter, den Menschen in eine aktive Rolle bringen bei der das eigenverantwortliche Lernen gefördert und gefordert wird.
Tags: Bildung, E-Learning 2.0, Lernende Organisation, Web 2.0, Wissensmanagement



Mi, Jan 14, 2009
Berichte, Knowledge Media + ELearning