Mobile Learning und das iPhone(Teil 2)
Do, Jan 29, 2009
Best Practice, Im Fokus, Knowledge Media + ELearning, Mobile Learning
Das iPhone ist nun seit geraumer Zeit auf den Markt. Ohne Zweifel hat dieses Gerät den Markt maßgeblich verändert und beeinflusst. Was hat das aber mit Mobile Learning zu tun, und was können wir von Apple lernen? Das das iPhone ein unglaublich erfolgreiches Gerät seiner Gattung ist, liegt nicht zuletzt an der intelligenten Anbindung des Geräts an den entsprechenden Content. Apple nennt diesen Marktplatz AppStore, dessen Bezeichnung aber ein wenig ireeführend ist, denn man bekommt nicht “nur” entsprechende Programme für das Gerät. Mittlerweile machen verschiedene Kategorien auf die Vielfalt des Angebots aufmerksam. Im Zusmammenhang mit “Mobile Learning” scheinen zwei Kategorien besonders interessant – Die Kategorie “Bildung” und “Soziale Netze”.
Einfach – Riesiges Angebot
Genau zwei “Taps” (der Nutzer des iPhone bedient keine Knöpfe mehr sondern berührt lediglich den berührungsempfindlichen Bildschirm) und dem Benutzer eröffnet sich ein schier unerschöpfliches Angebot an Content. Das ist bereits schon ein Keyfeature an dem sich andere Angebote zunächst orientieren müssen. Über 15 000 Programme zählt man mittlerweile im App-Store. Daran müssen sich andere Plattformen messen lassen. Hinzu kommt das die Installation der einzelnen Applikationen in den allermeisten Fällen kaum länger als 3 Minuten dauert.
Qunatität nicht gleich Qualität
Die Menge des Angebots sagt natürlich noch nichts über die Qualität aus. So konnte man zunächst in der Kategorie Bildung des AppStores vor allem Sprachlernprogramme finden, die teilweise eher als Vokabeltrainer daherkamen, unmittelbar gefolgt von einer Vielzahl an Lernprogrammen für Kinder und Jugendliche bis 13 Jahren – da aber ein sehr breit gefächertes Angebot von Mathelernprogrammen über Lernkartenprogramme bis hin zum Periodensystem.
Bei der Kategorie “Soziale Netze” findet man Programme die Menschen miteinander vernetzen die unter Angabe verschiedener interessen zueinander finden können/sollen. Auch als Social Communities/Social Networking bekannt. Diese Kategorie konnte sehr schnell die üblichen verdächtigen aufweisen. So sind ebenfalls ein Facebook Client, ein MySpace-Client und diverse Instant Messenger (Chatprogramme mit erweiterten Möglichkeiten) zu finden.
Aktueller Stand (01/09) zeigt das besonders die Kategorie Bildung hinter anderen Angeboten zurückfällt. So gibt es ein wachsende Zahl an Lernprogrammen für junge Erwachsene bis 20 Jahren aber Lernprogramme für Erwachsene sind verältnismäßig gering vertreten.
Die Qualität der Programme nimmt stetig zu und die Möglichkeiten des iPhone werden konsequenter genutzt.. Die Bedienung der meisten Programme sind eher motivierend als Spaßkiller und somit auch zu empfehlen. Behilflich sind auch die Nutzerkommentare.
Die Zeit ist Reif für Mobile Learning
Damit ist der Beweis angetreten, Mobile Learning ist schon lange Realität? War bisher Mobile Learning bisher eine Frage der technischen Umsetzbarkeit aufgrund der beschränkten Möglichkeiten der mobilen Plattformen, ist nun die Frage nicht – ob – sondern wann macht Mobile Learning Sinn und wo ist es einsetzbar? Die Anforderungen im Berufsleben nach Flexibilität und der gestiegene Leistungsdruck und die Forderungen nach lebenslagen Lernen machen Mobile Learning plausibler denn je. Der Einsatz im beruflichen Umfeld scheint gute Chancen zu haben. Die Vision des Mobilen Lernens, unabhängig vom Ort jederzeit Lerninhalte abzurufen und Wissen aufzubauen, ist umsetzbar geworden.
Im dritten und letzten Teil Mobile Learning widme ich mich den möglichen Lernszenarien und wie ich in einem aktuellen Projekt für die edutrainment company ein recht innovatives Mobile Learning Konzept betreuen darf.
Tags: Content, edutrainment, iPhone, Mobile Learning



Neben den Apps aus dem AppStore gibt es auch die Möglichkeit, Web-Applikationen (WebApps) für Lernzwecke einzusetzen. Das hat den Vorteil, dass keine Installation notwendig ist und man immer die aktuelle Version auf seinem iPhone hat. Ein Beispiel: Wir bei cogni.net haben ein Serious Game fürs iPhone entwickelt, mit dem man kostenlos und motiviert lernen kann, auch unterwegs. Es gibt insgesamt neun fertige Kurse, von Lernstrategien und Zeitmanagement über Weinkunde bis hin zum kompletten Kurs Business English mit 370 Vokabeln. Man kann sich am PC (www.c-mind.net) oder direkt auf dem iPhone (www.iphonelearning.de) kostenlos anmelden. Viel Spaß!